Varvara — das Bohème-Dörfchen auf den Klippen
Ein kleines Dorf in der Gemeinde Tsarevo, zwischen Tsarevo und Ahtopol, etwa 76 km südlich von Burgas. Eine felsige Küste mit geschützten Buchten, ein kleiner Fischerhafen und Sonnenuntergänge, derentwegen sich hier seit Jahrzehnten Künstler und Musiker versammeln. Seine Gemarkung liegt vollständig im Naturpark Strandscha.
Das Dörfchen der Künstler
Varvara ist eine der kleinsten Ortschaften an der südlichen Schwarzmeerküste — 6–7 km südöstlich von Tsarevo und nur 3–4 km nördlich von Ahtopol. Das Dorf liegt auf einer hohen Felsküste in den östlichen Ausläufern des Gipfels Papiya, und seine Gemarkung fällt vollständig in den Naturpark Strandscha — das größte Schutzgebiet in Bulgarien.
Mit rund 250 ständigen Einwohnern ist Varvara seit Langem als das Bohème-Dörfchen der Südküste bekannt — seit den 1970er- und 1980er-Jahren versammeln sich hier Künstler, Schriftsteller und Musiker. Große Hotels gibt es nicht: Die Gäste übernachten in Familienpensionen, und die Abende verbringt man in kleinen Fischtavernen und auf den Felsen über dem Meer, wo die Sonnenuntergänge zu den schönsten an der Schwarzmeerküste gehören. Das Wahrzeichen des Dorfes ist der „Eiserne Baum“ — eine Metallskulptur, die von den Dreharbeiten zum Film „Das große Nachtbaden“ (1980) übrig geblieben ist.
Auf Karten aus dem 18. Jahrhundert ist der Ort als Vardarach verzeichnet, und der heutige Name geht auf die St.-Barbara-Kapelle zurück, um die herum das Dorf Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Bis 1913 war die Bevölkerung überwiegend griechisch; nach den Balkankriegen siedelten sich hier bulgarische Flüchtlinge aus Ostthrakien an. Lange Zeit lebte man von Fischfang, Landwirtschaft und Köhlerei. Eine kuriose Tatsache: Eine Bucht auf der Nelson-Insel in der Antarktis ist nach Varvara benannt.
Buchten, Riffe und Tauchen
Die Küste bei Varvara ist felsig — steile Klippen, geschützte Buchten, Unterwasserriffe und Höhlen. Deshalb gehört das Dorf seit Langem zu den Lieblingsplätzen der Küste zum Tauchen, Schnorcheln und zur Unterwasserjagd, und in den Felsbecken der „Dardanelite“ nördlich des Dorfes trainieren Tauchanfänger häufig.
Der Strand von Varvara ist ein kleiner, ruhiger Sandstreifen von etwa 400 Metern, 10–15 Minuten zu Fuß von der Hauptstraße entfernt. Der winzige Fischerhafen, dessen Boote auf Schienen ans Ufer gezogen werden, gehört zu den fotogensten Winkeln des Dorfes, und einheimische Fischer bieten Bootsfahrten entlang der Felsen an.
Zwischen Varvara und Ahtopol, in einem Kiefernwald nur einen Schritt vom Meer entfernt, liegt der Campingplatz „Delfin“ — mit Stellplätzen für Zelte und Wohnwagen und mit Bungalows. In der ersten Septemberwoche feiert das Dorf sein traditionelles zweitägiges Dorffest mit Nestinari-Feuertänzen, und im August ist der Nordstrand Gastgeber eines Boutique-Musikfestivals.
So kommen Sie hin
Mit dem Auto fährt man von Burgas über die Küstenstraße durch Sosopol, Primorsko und Tsarevo — etwa 76 km oder rund eine Stunde und 20 Minuten. Varvara liegt direkt an der Straße Tsarevo – Ahtopol, sodass die Busse von Burgas nach Ahtopol durch das Dorf fahren — prüfen Sie die aktuellen Fahrpläne am Südbusbahnhof.
Die nächstgelegenen Städtchen sind Tsarevo (6–7 km) und Ahtopol (3–4 km) — beide nur Minuten mit dem Auto entfernt. Wenn Sie wilde Natur suchen, liegen Sinemorets und die Mündung des Flusses Veleka etwa 10 km weiter südlich.
Verbringen Sie einen Tag in Varvara
Morgens — Schwimmen in einer der Buchten oder am kleinen Strand, Mittagessen in einer Fischtaverne, nachmittags — die Felsbecken der „Dardanelite“ oder eine Bootsfahrt, abends — Sonnenuntergang von den Felsen.