19. Jh. — heute

Geschichte

Das Dorf wurde im 19. Jh. von griechischen Fischern gegründet, erlebte nach den Balkankriegen Flüchtlingswellen, war fast ein halbes Jahrhundert Sperrgebiet und ist seit 1989 ein frei zugängliches Naturziel.

Griechische Fischersiedlung (19. Jahrhundert – 1927)

Bis 1934 trug der Ort den griechischen Namen Galazaki („das kleine Blaue“), bekannt auch in der türkischen Variante Kalandsche (Kalandsoi). Mit Verfügung des Innenministers von 1934 wurde das Dorf in Sinjomorez (seit 1966 Sinemorets) umbenannt – im Zuge der landesweiten Umbenennung von 1875 Ortschaften in Bulgarien. Bis zu den Balkankriegen und dem Mollow-Kafandaris-Abkommen von 1927, mit dem die griechische Bevölkerung nach Griechenland umgesiedelt wurde, war das Dorf nahezu vollständig griechisch.

Grenzsperrgebiet (1944–1989)

Nach 1927 ließen sich im Dorf bulgarische Flüchtlinge aus Ostthrakien nieder. Während des Sozialismus lag Sinemorets in einer streng bewachten Grenzzone – der Zugang war nur mit Passierschein möglich. Diese Isolation bewahrte die Mündung der Weleka und die umliegenden Strände vor der massiven touristischen Bebauung der 1970er und 1980er Jahre.

Naturziel (1989 — heute)

Nach 1989 wurde die Grenze geöffnet, und Sinemorets entwickelte sich rasch zum Lieblingsziel von Naturliebhabern. 1995 wurde die gesamte Umgebung Teil des Naturparks Strandscha. 2008 machte der Film „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ von Stefan Komandarew das Dorf bekannt; in den Folgejahren entstanden hier familiengeführte Hotels, Öko-Wanderwege und Fischrestaurants – unter Wahrung des Charakters als Schutzgebiet.

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Verbringen Sie einen Tag in Sinemorez

Morgens Wanderung zur Veleka-Mündung, Mittagessen an der Butamjata, nachmittags Wanderung durch Strandscha oder Kajak auf dem Fluss, abends Fischrestaurant mit Sonnenuntergang am Meer.