19. Jh. — heute

Geschichte

Das Dorf wurde im 19. Jh. von griechischen Fischern gegründet, erlebte nach den Balkankriegen Flüchtlingswellen, war fast ein halbes Jahrhundert Sperrgebiet und ist seit 1989 ein frei zugängliches Naturziel.

Griechisches Fischerdorf (19. Jh. – 1925)

Das Dorf wurde im 19. Jh. von griechischen Fischern gegründet, die eine günstige Bucht und eine fischreiche Flussmündung fanden. Bis 1934 hieß es Kalandzha (auch Kalandzoy); per Erlass der bulgarischen Regierung 1934 wurde es in Sinemorez umbenannt — ein bulgarischer Name mit der Bedeutung „Blaues Meer“. Bis zu den Balkankriegen und dem Bevölkerungsaustausch 1925 war das Dorf fast ausschließlich griechisch.

Grenzsperrgebiet (1944–1989)

Nach 1925 siedelten bulgarische Flüchtlinge aus Ostthrakien und Kleinasien. In der sozialistischen Zeit lag Sinemorez in einem streng bewachten Grenzsperrgebiet — Zutritt nur mit Sonderpass. Diese Isolation bewahrte Veleka-Mündung und Strände vor dem Massenbau der 1970er und 1980er.

Naturziel (1989 — heute)

Nach 1989 wurde die Grenze geöffnet und Sinemorez wurde rasch zum Liebling der Naturfreunde. 1995 wurde die Umgebung Teil des Naturparks Strandscha. 2006 machte der Film „Die Welt ist groß“ den Ort bekannt; in den folgenden Jahren entstanden Familienhotels, Öko-Pfade und Fischrestaurants — unter Wahrung des Schutzgebietscharakters.

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Verbringen Sie einen Tag in Sinemorez

Morgens Wanderung zur Veleka-Mündung, Mittagessen an der Butamjata, nachmittags Wanderung durch Strandscha oder Kajak auf dem Fluss, abends Fischrestaurant mit Sonnenuntergang am Meer.