Fischersiedlung (1924–1944)
Lozenets wurde 1924 von bulgarischen Flüchtlingen aus Thrakien gegründet, die nach dem Zweiten Balkankrieg von 1913 von den Südhängen der Strandscha vertrieben worden waren — vor allem aus den Dörfern Velika (heute Balaban in der Türkei), Kosti, Maluk Samokov und Peneka. Sie siedelten sich auf dem Gelände Embelets (Ambelits) an — einem Küstenstreifen mit Weinbergen und Fischerei-Reusen, der bis dahin zur nahegelegenen Stadt Vasiliko (heute Tsarevo) gehörte. Mit einem staatlichen Darlehen wurden 1928–1929 etwa 30 Häuser errichtet, die den Kern der Siedlung bilden.
Sozialistische Zeit (1944–1989)
Während der sozialistischen Zeit wurde Lozenets ein ruhiges Sommerziel — Aufenthaltsort für Arbeiterkollektive und kleine staatliche Gästehäuser. Weil es nicht in den großen Kurort-Plänen stand, blieb das Dorf authentisch.
Das böhmische Lozenets (1989 — heute)
Nach 1989 wurde Lozenets zu einem Lieblingsort Sofias Künstler, Architekten und Musiker. Kleine Boutiquehotels, Weintavernen und Ateliers eröffneten. Seit den 2000ern finden hier Sommerfestivals statt — Jazz, Kino und Indiemusik.